Hallo Leude! Ich bin ein bekennender Optimierer. Heute geht´s um die Kombi „GorillaPod“ und „Peak Design“.

Ich versuche, mir die Arbeit (und die Leidenschaft) so angenehm wie möglich zu machen, bin immer auf der Suche nach den richtigen Tools für die fotografischen Genres, in denen ich (privat oder beruflich) aktiv bin.

Mein neues Steckenpferd, die Panasonic Lumix DC-G9, zieht Folgeinvestitionen nach sich: Sie ist die (fast) perfekte Kamera für Reisen. Und in 5 Wochen geht der Flieger nach Vietnam – 2 Wochen Urlaub mit meiner Familie. Wir sind zu viert: Meine Frau, meine Tochter, me-myself-and-i, und meine G9 ;-)

Eine gute Gelegenheit, neue Techniken und neues Equipment auszuprobieren. So plane ich:

  • Video: Content für Vlogging, testen, probieren, verwerfen, wieder probieren. Storytelling, Time-Laps, Slow-Mo, …
  • „New Angles“: Anders Fotografieren – überraschen mit neuen Blickwinkeln. Unkonventionell.
  • Und eine Doku der Reise von A bis Z.

Was braucht man für coole Video-Snippets, die sich für die Weiterbearbeitung eignen?

  • ´ne Kamera – die G9
  • Schnelle SD-Karten
  • Reichlich Akkus, externes Ladegerät
  • Ein Mikrophone – mein „altes“ Røde Video Mic (oder bald ein kleines, Neues?)
  • Ein (flexibles, aber leichtes) Mini-Stativ.

Ooops. Das Vlogging-Stativ fehlt!!!!

Seit mehreren Monaten habe ich Casey Neistat auf YouTube aboniert: Einer der erfolgreichsten Vlogger ever. Konzept: Master of Storytelling, unglaubliche Kreativität, Hintergründiges zu Erfolg, YouTube, Videotechniken und Equipment – wobei letzteres immer Werkzeug zum Storytelling und kein Selbstzweck ist. Immer dabei: Ein Joby Gorillapod.

Ein kleines Exemplar ist seit sechs Monaten im Haus – damals für die Olympus PEN-F angeschafft. Schnell wurde mir klar: Das Ding ist zu filigran, gerade ausreichend Handyvideos mit dem iPhone (mit passender Erweiterung durch einen Handyhalter).

Also muss was „Vernünftiges“ her…

Als „High Involvement“ Käufer mache ich mir regelmäßig das Leben selbst schwer. Erste Recherche-Anlaufstelle ist die Datenkrake Amazon. Schneller Marktüberblick, viele Bewertungen von anderen (verifizierten!) Käufern, gute Orientierung über die Preise.

Die Wahl fällt auf das zweitgrößte Modell: Joby GorillaPod 3K. Erst seit 2017 auf dem Markt, passend zur G9 mit roten „Zierleisten“…

Produktbilder Joby GorillaPod 3K:

Zwei Tage später auspacken, testen… Und da kommt die Ernüchterung:

  • Kleiner und leichter als gedacht.
  • Nicht besonders flexibel beim Versuch, die 3 Beine „gerade“ zu bekommen. Die Gelenke wollen irgendwie meine Wunschausrichtung nicht richtig mitmachen.
  • Und dann die (späte) Erkenntnis: Die Schnellwechselplatte für den Kugelkopf ist proprietär – und zu nichts kompatibel!

Besonders die inkompatible Schnellwechselplatte ist schließlich der Grund für den Rückversand zu Amazon (wie bisher immer problemlos), da IN MEINEM KONKRETEN FALL diese Lösung suboptimal ist, denn auf Reisen bin ich fast immer mit meinem Rucksack unterwegs: In der Stadt, in der Natur. Und auf längeren Fußmärschen nervt nichts mehr als das Gebaumel der Kamera vor dem Körper. Meine bisherige Lösung, die ich seit Jahren einsetze und an der ich auch nichts ändern werde: Peak Design CapturePro (AffiliateLink zu Amazon), ein geniales Konzept zum Befestigen eines Gehäuse an einem Schultergurt des Rucksacks oder der Fototasche (oder auch des Gürtels).

Bei diesem durchdachten System wird eine Arca-Swiss-kompatible Schnellwechselplatte eingesetzt, die sich sicher in der CapturePro-Halterung einklicken lässt.

Aber genau hier liegt das Problem, wenn das Joby-Stativ Arca-Kompatibilität nicht von Haus aus unterstützt: Will ich jedesmal, wenn ich die Kamera mit dem Stativ nutzen will, die spezielle Arca-Peak-Design-Platte gegen eine individuelle Joby Schnellwechselplatte austauschen, und anschließend wieder die ganze Prozedur rückwärts? Das ganze 10 oder 20 oder 30 Mal am Tag? No way!

Der Versuch, den Kugelkopf des 3K gegen billige, vermeintlich Arca-kompatiblen Kugelköpfe aus China mit Arca-Swiss-kompatiblen Schnellwechselsystemen auszutauschen, geht leider schief. Die Maße der Schnellwechselplatten sind nicht 100% perfekt, so dass ich mich für die große, teure Lösung entscheide: Ich schicke das 3K zurück, und kaufe das 5K und ordere zusätzlich ein Peak Design PROplate für mein 2 Jahre altes Peak Design CapturePro V2.

Diese – wie sich herausstellt perfekte – Lösung sieht für jetzt so aus:

Diese Arca-Swiss- und RC-2-kompatiblen Schnellwechselplatte  unterstützt nun drei (3!) unterschiedliche Einsatzgebiete – ohne viele Handgriffe:

  1. Transport am Rucksack via Peak Design CapturePro (via Arca-Swiss-Anschluss)
  2. Verwendung am Joby GorillaPod 5K (via Arca-Swiss-Anschluss) für Vlogging, Stills, Time-Laps
  3. Einsatz der Pana G9 am Dreibeinstativ, das mit einem Calumet-Kugelkopf ausgestattet ist, der wiederum Schnellwechselplatten des Manfrotto-RC2-Standards unterstützt.

Also kein Ab- und Anschrauben mehr, egal welche Transport- oder Stativvariante ich nutze.

Theoretisch ließe sich die Schnellwechselplatte auch mit meinen beiden Einbeinstativen verwenden, die ich ebenfalls mit RC2-„QuickRelease-Adaptern“ ausgestattet habe (dort macht das allerdings weniger Sinn, da bei Verwendung längerer Telebrennweiten die Schnellwechselplatte unter der Stativschelle des langbrennweitigen Objektives sitzt)

Ich bin mir sicher, dass mir dieses universelle System mit einer Schnellwechselplatte für CapturePro, GorillaPod 5K und Manfrotto/Calumet so manches mal kostbare Zeit und Ärger sparen wird.

Ob dies tatsächlich gelingt, werde ich demnächst auf dem Vietnam-Trip testen – und die Ergebnisse teilen! Stay tuned!!!

Hier noch mal die vorgestellten Produkte im Überblick (mit Amazon Affiliate-Links):

Panasonic Lumix G9

Joby GorillaPod 3K Kit schwarz/grau – Stativ ohne Arca-Swiss-kompatiblem Kugelkopf

Joby GorillaPod 5K Kit schwarz/grau – Stativ MIT Arca-Swiss-kompatiblem Kugelkopf

Peak Design Capture Clip V3

Peak Design Slide Lite Black – aber dazu später mehr… ;-)