Meine erste R. Lange hat es gedauert. Die „R“, vorgestellt auf der photokina 2018, war für mich keine Option… Dann – nach einigen Previews und Gerüchten – wurde die EOS R5 am 9. Juli 2020 offiziell vorgestellt Ankündigung der R5 und später der R6. OK. Die Specs passen, aber was kann die R5 wirklich? Wie ist der AF? Vor allem: Wie ist das Handling in der Praxis? Ab September war die R5, in kleinen Stückzahlen, lieferbar. Die Tester voll des Lobes: Bester Augen-AF, Sony vom Thron gestoßen, gute Ergonomie…… Nur der Preis… € 4385,– sind wirklich viel für ein Stück Technik, selbst für einen Fotografen, der nebenberuflich ein Studio betreibt, und dessen aktuelle Vollformatkamera, eine EOS 5D Mark III, nach einigen hunderttausend Aufnahmen, einer neuen Hauptplatine und einem neuen Verschluss so langsam das Gnadenbrot verdient hat. R5 oder R6? Mist. Preis vs. 45 Megapixel + ein paar kleinere Extras. Ja, meist reichen die 20 MP. Aber bei Wildlife, gerade der Fotosgrafie von Vögeln, kommt man selbst mit 600mm oft nicht zu einem formatfüllenden Bild. Dann etwas croppen. Umgerechnet auf APS-C bleiben immerhin noch 18 MP, fast so viel wie mit der 5D Mark III. Ich beiße in den sauren Apfel und bestelle die R5 bei Martin von Achatzi, formlos via Facebook Messenger. Nachdem die letzten schönen Herbsttage verstrichen sind, und Weihnachten vor der Tür steht, endlich die Nachricht: Die Kamera kommt Mitte Dezember.